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Was sind Bodendenkmäler?

Bodendenkmäler sind nach § 2, Abs. 5 Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSchG NW): „ ... unbewegliche oder bewegliche Denkmäler, die sich im Boden befinden oder befanden. Als Bodendenkmäler gelten auch Zeugnisse tierischen und pflanzlichen Lebens aus erdgeschichtlicher Zeit, ferner Veränderungen und Verfärbungen in der natürlichen Bodenbeschaffenheit, die durch nicht mehr selbständig erkennbare Bodendenkmäler hervorgerufen worden sind..."

Typische Bodendenkmäler sind Einzelfunde und Jagd- oder Lagerplätze steinzeitlicher Jäger und Sammler gehören zu den ältesten Bodendenkmälern. Beispiele: Werkplatz, Freilandstation, Höhle/Abri.

Siedlungen, angefangen von der Jungsteinzeit über die Römerzeit, dem Mittelalter bis in die Neuzeit, mit den verschiedenen Hausbauformen und Befestigungen, bilden die größte Gruppe der Bodendenkmäler. Beispiel: Villa rustica, Vicus, Einzelhof-, Weiler-, Dorf-, Stadtwüstung, Wallgraben, Stadtmauer, Grabenanlage, Motte, Niederungsburg.

Foto: Modell eines römischen Landgutes

Gräber und Religionsbauten sind wesentliche Informationsquellen zur Jenseitsvorstellung vergangener Kulturen und ihrer Bestattungssitten und Kultriten, z.B. Grabhügel, Reihengräberfeld, Kreisgraben, Tempel, Heiligtümer, Kirchen-, Klosterwüstungen.

Befestigungen wurden bereits in vorgeschichtlichen Zeiten angelegt, z.B. Palisadengraben, Ringwall, Abschnittsbefestigung, Römerlager, Landwehr, Zitadelle, Sternschanze, Bunker.

Die Wasserversorgung und deren Anlagen haben eine große Bedeutung zur Erforschung der Umweltsituation in verschiedenen Epochen, z.B. Römische Wasserleitung Eifel-Köln, Brunnen, Quellfassungen, Aquädukttunnel, Stauteich, Zisterne.

Verkehrseinrichtungen erstrecken sich häufig über viele Kilometer durch die Landschaft, z.B. Römerstrassen, Karrengleise, Hohlwege, Kanäle. Bergwerke gehören zu der großen Gruppe der gewerblichen und industriegeschichtlichen Bodendenkmäler, z.B. Pingenfeld, Stollen, Schächte, Schmelzstätte, Hütten- und Hammerwerke, Mühlen, Töpfereien, Steinbrüche.

Paläontologische Denkmäler sind fossilführende Gesteinsschichten in geologischen Aufschlüssen, z.B. Pflanzenreste, Fische, Muscheln, Korallen.

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