LVR-Amt für
Bodendenkmalpflege
im Rheinland
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Tüllenkanne Pingsdorfer Machart, um 1200, Fundort Brauweiler (Foto: Alfred Schuler, LVR-ABR)

Archäologie
im Rheinland

Conference: Roman Networks in the West

Approaches and Perspectives in Roman Archaeology between Moselle, Meuse and Rhine

Archäologie ist ohne Netzwerke undenkbar: Einerseits die antiken Infrastrukturen wie z.B. Straßen oder Handelsbeziehungen, anderseits die modernen Beziehungen im Austausch in der Forschung.

Derzeit findet ein Generationswechsel der Fachkolleginnen und -kollegen in der Provinzialrömischen Archäologie im LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland statt. Verdiente Kolleginnen und Kollegen treten nach und nach in den Ruhestand. Dadurch verändern sich zwangsläufig Forschungsvernetzungen sowie die Perspektiven und Fragestellungen. Deshalb ist es an der Zeit, die Situation im Rheinland in den Blick zu nehmen, vorhandene Netzwerke auszubauen, neue Netzwerke zu knüpfen und im Rahmen einer zweitägigen Konferenz mit Fachkollegen aus den angrenzenden Bundesländern bzw. Nachbarstaaten aktuelle Strömungen, Fragestellungen und Visionen zu diskutieren.

Ziel der Veranstaltung ist es, Herausforderungen der provinzialrömischen Archäologie im Rheinland zu erkennen, gemeinsame Perspektiven und Forschungsstrategien im Zusammenspiel von Bodendenkmalpflege, Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu entwickeln und Netzwerke über Instituts-, Fach- und besonders auch Landesgrenzen zu stärken. Zugleich dient die Tagung dem Austausch neuer Grabungen, Forschungen und Ergebnisse zum römischen Rheinland.

Dazu sollen die folgenden Bausteine beitragen:

Keynote-lectures

dienen der Einführung in die Tagung und sollen die Problemfelder umreißen. Wo steht die provinzialrömische Forschung zwischen Mosel, Maas und Rhein, wo soll sie hin, was wäre wünschenswert? Was ist dazu die Position der Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland und im benachbarten Ausland? Welche Position kann und soll die Bodendenkmalpflege einnehmen? Wo liegenzukünftig besondere Forschungsfelder?

Vortragsblöcke zu den Themen

  • Räume und Netzwerke am Übergang von später Eisenzeit in die Frühe Kaiserzeit
  • Räume und Netzwerke archäologischer Landschaften in der Kaiserzeit
  • Räume und Netzwerke am Übergang von Spätantike und Frühmittelalter

Die Blöcke sind jeweils gegliedert in 30-minütige Impulsvorträge mit einer kritischen Betrachtung des Ist-Stands und der Perspektiven und Arbeitsberichten à 15 Minuten. Anschließend findet jeweils eine 30-minütige moderierte Diskussionsrunde statt.

Die 10-Millionen-Euro-Frage. An alle Referenten wird bereits im Vorfeld die Aufforderung verschickt, ein hypothetisches Budget in die Provinzialrömische Archäologie im Rheinland zu stecken, mit der Fragestellung, wo Schwerpunkte gesetzt werden und wie sich das Fach weiter entwickeln soll. Die Organisatoren fassen die Ergebnisse der Umfrage zusammen und stellen Sie dem Publikum zur Diskussion.

Datum: 10./11. März 2016

Tagungsort: Pingsdorfer Festsaal im LVR-Freilichtmuseum Kommern

Konferenzsprachen:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Französisch
  • Niederländisch/Flämisch