LVR-Amt für
Bodendenkmalpflege
im Rheinland
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Tüllenkanne Pingsdorfer Machart, um 1200, Fundort Brauweiler (Foto: Alfred Schuler, LVR-ABR)

Archäologie
im Rheinland

Vorsicht Raubgräber

Tatort Bodendenkmal - auf "Schatzsuche"

Schutz und Erhaltung der Bodendenkmäler werden zunehmend durch Raubgräber erschwert. Tausende suchen täglich heimlich nach "Schätzen" auf Feldern und in Wäldern, klettern in Baustellen, durchwühlen und zerstören sogar amtliche Grabungen. Ihr Interesse gilt allein den Funden. Zum Aufspüren benutzen sie Metalldetektoren. Die Schäden, die sie dabei anrichten, sind enorm: Befunde, d.h. archäologische Zusammenhänge, werden zerstört und die daraus entwendeten Funde ihrer historischen Aussagekraft beraubt.

Für die meisten mag das "Sondeln" bloß ein Hobby sein. Doch die Grenzen zwischen Hobby und organisiertem Verbrechen sind fließend: Je nach Schwere des Vergehens drohen Anzeigen wegen Land- und Hausfriedensbruch, Unterschlagung, Betrug, Diebstahl, Sachbeschädigung oder Hehlerei.

"Schatzsuche" galt häufig als Kavaliersdelikt. Durch aktive Aufklärung wurde das Problembewusstsein in der Öffentlichkeit geschärft. Nur eine intensive Zusammenarbeit von amtlicher Bodendenkmalpflege, Museen, loyalem Antikenhandel sowie Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden kann der Zerstörung unseres Kulturerbes dauerhaft Einhalt gebieten.

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