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Die Außenstelle Nideggen betreut den Südwesten des Rheinlandes (Kreise Aachen, Düren, Rhein-Erftkreis, Euskirchen, Heinsberg). Naturräume und Infrastruktur bilden drei Bereiche dieser Landschaft: Ballungsräume wie Köln und sein Umland, Lössbörden wie die Zülpicher Börde und Mittelgebirge der Eifel und des Hürtgenwaldes. Die denkmalpflegerische Problematik im Arbeitsgebiet entspringt weitgehend den Eigenarten der drei oben angesprochenen Bereiche.
BallungsräumeIm Einzugsgebiet der Großstädte ist seit etwa zehn Jahren eine Intensivierung der Bautätigkeit durch die Erschließung für Industrie- und Wohnbedarf zu verzeichnen. Die Entwicklung im Rheinland ist dabei vergleichbar mit dem anderer Metropolen, wie dem Ballungsraum Rhein-Main oder dem Umfeld von Stuttgart und München. Allen diesen Gebieten ist gemeinsam, dass historisch gewachsene Stadtorganismen durch Leistungsverbund, Trennung von Wohnen und Arbeiten sowie daraus folgender Mobilität zusammenwachsen, wobei trennende Freiräume mit landwirtschaftlicher Nutzung durch Überbauung geschlossen werden. In den Stadtkernen historischer Altstädte ist eine weitere Verdichtung der Bausubstanz zu verzeichnen, Verlust historischer Substanz tritt aber auch in der Peripherie durch Neuerschließung und Überbauung auf. Die betroffenen Fundstellen können, entsprechend ihrer früheren agrarischen Nutzung, von herausragendem Erhaltungszustand und damit hochrangiger Bedeutung sein. Einen Schwerpunkt in den von der Außenstelle Nideggen betreuten Peripheriegebieten bildet das sogenannte Vorgebirge entlang des Rheines mit seinen vielen wichtigen Töpferorten des Mittelalters wie Frechen, Brühl, Pingsdorf und Badorf. Im Einzugsgebiet der Großstädte ist seit etwa zehn Jahren eine Intensivierung der Bautätigkeit durch die Erschließung für Industrie- und Wohnbedarf zu verzeichnen. Die Entwicklung im Rheinland ist dabei vergleichbar mit dem anderer Metropolen, wie dem Ballungsraum Rhein-Main oder dem Umfeld von Stuttgart und München. Allen diesen Gebieten ist gemeinsam, dass historisch gewachsene Stadtorganismen durch Leistungsverbund, Trennung von Wohnen und Arbeiten sowie daraus folgender Mobilität zusammenwachsen wobei trennende Freiräume mit landwirtschaftlicher Nutzung durch Überbauung geschlossen werden. In den Stadtkernen historischer Altstädte ist eine weitere Verdichtung der Bausubstanz zu verzeichnen, Verlust historischer Substanz tritt aber auch in der Peripherie durch Neuerschließung und Überbauung auf. Die betroffenen Fundstellen können, entsprechend ihrer früheren agrarischen Nutzung von herausragendem Erhaltungszustand und damit hochrangiger Bedeutung sein. Einen Schwerpunkt in den von der Außenstelle Nideggen betreuten Peripheriegebieten bildet das sogenannte Vorgebirge entlang des Rheines mit seinen vielen wichtigen Töpferorten des Mittelalters wie Frechen, Brühl, Pingsdorf und Badorf.
Im Bereich der Lössbörden ist die Landschaft, sofern sie nicht durch die Braunkohletagebaue (von der Außenstelle Titz betreut) in Anspruch genommen wird, heute noch weitgehend von der landwirtschaftlichen Nutzung geprägt. Die Landschaft in den Börden ist weitgehend ausgeräumt und durch die Flurbereinigungen der 50er bis 80er Jahre des 20. Jahrhunderts stark verändert. Die Bewirtschaftungsform ist fast durchgehend agrar-industriell und mit intensiver Düngung und Bodenbearbeitung verbunden. Vielfach ist die Anlage tiefer Drainagen zu beobachten, die Pflugtiefe erreicht mittlerweile 60 cm. Die Folge ist ein schleichender Substanzverlust, der mit der täuschenden Optik einer scheinbar intakten Landschaft einhergeht.
Hürtgenwald und Eifel sind vor allem aufgrund der klimatischen Verhältnisse für den Ackerbau weitgehend ungeeignet. Es handelt sich um ein industriell vergleichsweise schwach entwickeltes Gebiet. Zunehmend erfolgreich wird eine touristische Erschließung und Nutzung als Freizeit- und Erholungsgebiet für die nahegelegenen Ballungszentren versucht. Denkmalpflegerisch relevant sind hier der Betrieb von Steinbrüchen und Gruben, die Folgen von Sturmschäden und Windbruch mit der nachfolgenden Erosion und die zunehmende touristische Inanspruchnahme der Mittelgebirgswälder. Auch Fundstellen, die bis vor wenigen Jahren noch unzugänglich und daher vor Raubgrabungen geschützt waren, sind mittlerweile erschlossen und neue Freizeitaktivitäten, wie z.B. die Benutzung von Mountainbikes, führten besonders bei oberirdisch sichtbaren Bodendenkmälern zu Belastungen und Zerstörungen.
