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In der Außenstelle arbeiten 18 hauptamtliche und ca. 50 ehrenamtliche Mitarbeiter unter der Leitung von Dr. Michael Gechter. Die Tätigkeit besteht in der Durchführung von Ausgrabungen, Baustellenbeobachtungen sowie Recherchen im Vorfeld von geplanten Baumaßnahmen. Zusätzlich werden Prospektionen im Bergland des Bergischen Landes zur Erkundung der Siedlungsabläufe durchgeführt.
Der Innendienst der Außenstelle, die Frau Jennifer Gechter-Jones M.A. betreut, verwaltet die eingehenden Funde, katalogisiert sie und erstellt die Fundberichte. Für die Berichte und Publikationen werden direkt vor Ort die Pläne und Objektzeichnungen angefertigt.
Die Arbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeitern
Ab 1973 versuchte Dr. G. Müller mit Hilfe von ehrenamtlichen Mitarbeitern bei Dormagen-Nievenheim ein römisches Landgut auszugraben. Dieser Grundstock an gut ausgebildeten Mitarbeitern ist teilweise noch heute vorhanden. Dieselbe Gruppe wurde dann auch Anfang der 80er Jahre im römischen Lager Dormagen tätig.
Der damalige Außenstellenleiter Dr. Rech baute einen guten Kontakt zu Sammlern auf, besonders im Bergischen Raum. Hierdurch erhielt er Hinweise auf mögliche Fundstellen, die dann von der Außenstelle untersucht werden konnten. Sichtbarer Ausdruck dieser Tätigkeit, besonders auch der Verbindung zu Sammlern und ehrenamtlichen Mitarbeitern, ist der Band „Dhünntalsperre", der 1995 als Band 33 der Rheinischen Ausgrabungen erschien. Während der alte Kern der von Dr. Müller im Neusser Gebiet herangezogenen ehrenamtlichen Mitarbeiter bestehen blieb, baute Dr. Rech im Bergischen Gebiet eine neue Gruppe auf.
In den Jahren nach dem Ausscheiden von Dr. Rech aus der Außenstelle riss der Kontakt zu den Sammlern und auch zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern etwas ab.
Mit dem neuen Domizil im Bergischen Land wurde auch versucht, an die Anfangserfolge des Kollegen Dr. Rech im Bergischen anzuknüpfen, hierbei insbesondere, auf ehrenamtliche Mitarbeiter zurückzugreifen. Es war klar, dass nach wie vor die Rheinschiene von Bonn bis Düsseldorf und auch die Lößbereiche westlich von Bonn und Neuss in der Statistik der Ausgrabungen und anderer Aktivitäten der Außenstelle dominieren würden. Mit Hilfe der ehrenamtlichen Mitarbeiter konnten schon 1990 die Aktivitäten gegenüber dem Vorjahr verdoppelt werden. Jährlich soweit 1991 verdoppelten sich bis 1993 jeweils die Meldungen der Ehrenamtlichen aus dem Bereich des Bergischen Landes von 68 auf 263. Mittlerweile steuern die Ehrenamtlichen mit ihren Meldungen gut die Hälfte der jährlichen Aktivitätszahlen der Außenstelle bei. Um dies zu erreichen, wurden die anfänglich 12 Ehrenamtlichen Mitarbeiter weiter ausgebildet. Durch Mundpropaganda konnte diese Zahl bis auf über 60 erhöht werden, wovon mehr als 40 als aktive Mitglieder genannt werden können. In Kursen, die alle 6 Wochen an einem Samstag stattfanden, wurde ihnen Sach- und Befundkunde beigebracht. Bis auf die Ehrenamtlichen Mitarbeiter im Kreis Neuss, die im Kern auf die alte Nievenheimer von Dr. G. Müller ins Leben gerufenen Gruppe zurückgeht, arbeiten alle anderen ehrenamtlichen Mitglieder im Bergischen Bereich. Diese sind in eine Nordgruppe, der Düsseldorfer, und eine Südgruppe, der Bergischen, aufgeteilt.
Zusammen mit den Ehrenamtlichen wurden Ausgrabungen durchgeführt, wie die von Haus Morp in Erkrath, Mettmann. Von der Gruppe der Ehrenamtlichen wurde hierzu auch eine sehr schöne Ausstellung konzipiert. Mittlerweile sind die Ehrenamtlichen Mitarbeiter soweit in der Lage, dass sie uns richtig helfen können. Viele Baustellenbeobachtungen, Trassenbegehungen und reine Prospektionen werden von ihnen durchgeführt und gemeldet.
Die Hinweise zu römerzeitlichem Silber- und Bleibergbau im Bergischen verdanken wir unseren Ehrenamtlichen.
Die einzige bislang bekannte Bergknappensiedlung des 14 Jhs. im Rheinland mit weit über 30 Hausplattformen wurde uns von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter gemeldet. Mit Hilfe desselben Mitarbeiters sind wir jetzt in der Lage den Beginn des Silberbergbaues bis in das 12. Jh. auf mehreren Standorten im Bergischen Land archäologisch nachzuweisen.