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Das Arbeitsgebiet umfasst das gesamte nördliche Niederrheingebiet von 3812,5 qkm mit den Kreisen Kleve, Wesel und Viersen und den kreisfreien Städten Mönchengladbach, Krefeld, Duisburg, Oberhausen, Mülheim/Ruhr und Essen.

Die durch Notgrabungen zu erfassenden archäologischen Hinterlassenschaften schließen alle Epochen der Menschheitsgeschichte ein. Beispiele der letzten Jahre sind: ein ca. 100.000 Jahre alter Jagd- und Rastplatz des Neandertalers, eine Siedlung der ersten Ackerbauern und Viehzüchter aus der Zeit um 5000 v. Chr., ein ca. 2500 Jahre alter eisenzeitlicher Urnenfriedhof, römische und mittelalterliche Rheinschiffe, eine Töpferwerkstatt aus dem 13. Jahrhundert und mittelalterliche und neuzeitliche Burganlagen. Einen der Schwerpunkte bildet die Industriearchäologie.
Umfangreiche archäologische Aktivitäten sind immer dort zu verzeichnen, wo große Erdeingriffe vorgenommen werden. Am unteren Niederrhein sind es z.B. die Kiesgruben. In den Kreisen Kleve und Wesel nehmen sie insgesamt eine Fläche von mehr als 65 qkm in Anspruch. Bis heute sind aus diesen Abgrabungsbereichen über 600 untersuchte Fundplätze und Einzelfunde von der Altsteinzeit bis in die Neuzeit bekannt.