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Tüllenkanne Pingsdorfer Machart, um 1200, Fundort Brauweiler (Foto: Alfred Schuler, LVR-ABR)

Archäologie
im Rheinland

Hellenthal-Rescheid: Wasserlösungsstollen der Grube Wohlfahrt

Station bei der Archäologietour Nordeifel am 1. Oktober 2017

Die Grube Wohlfahrt ist als Besucherbergwerk weit über die Eifel hinaus bekannt und lohnt einen Besuch. Vom einst hier seit über 400 Jahren betriebenen Bleierz-Bergbau zeugen zahlreiche Relikte über und unter Tage.

Um Erze auch unterhalb des natürlichen Grundwasserspiegels fördern zu können, mussten sogenannte Wasserlösungsstollen zur Entwässerung angelegt werden. In alten Plänen ist ein solcher Stollen verzeichnet, der nahe dem heutigen „Grubenhaus“ in den Bleibach entwässerte. Archäologen des LVR suchen das sogenannte Mundloch in Bachnähe. Die Methoden und Ergebnisse werden bei der Archäologietour präsentiert.

Informationsblatt zur Station (PDF, 62 KB)

Lage

Hellenthal-Rescheid, Aufbereitung II Nr. 1; bitte Parkplätze am „Grubenhaus“ der Grube Wohlfahrt nutzen.

Programm

  • Führungen am Ausgrabungsgelände mit Mitarbeitern der Grube Wohlfahrt und Archäologen des LVR (festes Schuhwerk erforderlich!).
  • Ausstellung zum Bleierz-Bergbau im „Grubenhaus“.
  • Für Kinder: Katzengoldwaschen am „Grubenhaus“.

Gastronomie

Am „Grubenhaus“ der Grube Wohlfahrt serviert der Heimatverein Rescheid eine Bergmannsvesper sowie Kuchen und Getränke.

Hinweise zur Erreichbarkeit der Grabung

Das Besucherbergwerk befindet sich an einer zügig befahrenen Landesstraße ohne Gehweg. Am Grubenhaus ist ein Parkplatz. Die Ausgrabung befindet sich etwa 250 Meter entfernt im Gelände auf der gegenüberliegenden Seite der Landesstraße.

Um vom Grubenhaus kommend die Straße zu überqueren, muss man dem Weg über eine Wiese neben dem Grubenhaus folgen und dann einen unbefestigten Weg die Straßenböschung hinaufgehen. Hier gibt es einen Handlauf zum Festhalten, die Böschung ist aber für gehbehinderte Menschen nur schwer zu bewältigen. Dieser Weg kann bei bzw. nach Regen rutschig sein. Feste Schuhe sind unbedingt erforderlich.

Hinweis zur Überquerung der Straße: Wegen der Veranstaltung wurden an der Straße verschiedene Hinweise angebracht, die Verkehrsbehörde hat außerdem ein Tempolimit von 50 km/h festgesetzt, so dass man leichter diese normalerweise schnell befahrene Straße überqueren kann. Gleichwohl bitten die Veranstalter die Besucherinnen und Besucher bei der Überquerung der Straße um besondere Vorsicht. Für die Überquerung der Straße und die Einhaltung der Verkehrsregeln ist selbstverständlich jeder selbst verantwortlich! Von der Landstraße bis zur Grabung führt dann ein geteerter und weitgehend ebenerdiger landwirtschaftlicher Weg von ca. 200m Länge.

Foto: Karl Reger, Hellenthal